Affichage des articles dont le libellé est Mülhausen. Afficher tous les articles
Affichage des articles dont le libellé est Mülhausen. Afficher tous les articles

Der Kreuzregen

Published by Edelsasz under , on 02:22

Das war ein schlimmer Abend im schönen Alsaland,
Alsa glühend roth am Himmel ein dunkles Nordlict stand,
Und als sich drauf die Wolke, die riesige, erschloss
Und aus dem finstern Schoosse viel Kreuze niedergoss ! -

Und Wer ein Kreuz berühret und Jeden den es traf,
Dess Haupt neigt sich zur Stunde zum tiefen Todesschlaf:
Da hat manch Kreuz, manch schwarzes, das grüne Thal bedeckt,
Da hat die Todessichel viel Garben hingestreckt.

- War damals eine Hochzeit auf grünem Wiesenplan,
Die Braut sie schmiegte traulich dem Bräutigam sich an.
Die Hörner schollen fröhlich, die Geigen klangen hell.
Es schwang die hüblichen Dirnen manch luftiger Gesell.

Da kam der böse Regen. Vom Himmel fielen schwer
Auf alle Gäste nieder die schwarzen Kreuze her.
Und alle Zecher sanken, von schneller Tod erreicht,
Und jede rothe Rose zur weissen ward gebleicht.

Da ist der Klang verscholen, der Fidler Arm erschlafft,
Die Saiten all' gesprungen, entschwunden jede Kraft.
Die Kreuze hatte schnelle, das junge Glück zerstört,
Der anger glich dem Friedhof... Kein Laut ward mehr gehört.

Das war ein schlimmer Abend im schönen Alsaland,
Alsa glühend roth am Himmel ein dunkles Nordlict stand,
Und als sich drauf die Wolke, die riesige, erschloss
Und aus dem finstern Schoosse viel Kreuze niedergoss ! -

Fr. Otte.

Un terrible soir en Alsace on vit le ciel rougeoyé, une sombre lumière venue du Nord et d'immenses nuages firent pleuvoir des croix qui frappèrent de mort toute les espèces vivantes. Les vertes vallées devinrent noires. On raconte qu'un heureux mariage fut célébré ce jour; les époux et les convives périrent sous la pluie de croix noires et les roses, elles, furent blanchies.

Mülhausen's Wappenschild

Published by Edelsasz under , on 06:24

Ihr les't in alten Mähren
Wie Etzel vom Hünneland
Mit seinem wilden Heeren
Getobt am Rheinesstrand.
Verheeret und verlassen
Stand Anger da und Haus,
Es zogen die armen Gassen
Nach fernen Landen aus.

Kam auch am Wanderstabe
Ein Müller in's Alsaland,
Auf dem Rücken die leichte Habe,
Sein Töchterlein an der Hand;
Er sah die weiten Auen,
Die Ill so klar und rein,
Und sprach: Hier lass uns bauen
Ein Hüttschen still und klein.

Da fällt die Rieseneiche
Der Greis mit Jünglingsmuth;
Er führet kräftige Streiche
Und hämmert und meiselt gut.

Bald ist das Werk am Ziele:
Es steht am Flutgebraus,
Mit flinkem Räderspiele,
Ein luftig Mühlenhaus.

Den Bau besieht mit Freude
Der rüft'ge Müllergreis;
Er fichtet das Getreide
Und mahlt mit regem fleiss;
Das holde Mägdelein gehet
Dem Vater rasch zur Hand,
Sie sammelt ein und säet
Und baut das Haideland.

Einst auf der Thürenschwelle,
An kalten Wintertag,
Ein junger Kriegsgeselle
Erschöpft und müde lag.
Sein hartes Loos er klaget -
Da spricht der Greis: " Tritt ein !
Du sollst, wenn dir's behaget,
Mein Müllerbursche sein !"

Dem Burschen hat's gefallen
Er in der Mühle blieb,
Er thät gar fleissig mahlen
Und war dem Müller lieb.
Er aber trug wohl immer,
Das Mägdlein in dem Sinn,
Und sein vergass auch nimmer

Wohl mag Euch klar nun scheinen
Warum nach kurzer Frist
Aus dem Müllerhaus, dem kleinen,
Ein Dorf erblühet ist.
Das Dorf, das wuchs in Bälde
Heran zur schmucken Stadt,
Drin glänzt in weissen Felde
Noch jetzt das Mühlenrad.

Fr. Otte


Freie Sage. Das Wappenschild Mülhausens ist ein rothes Mühlrad auf weissen Felde. - Mülhausen liegt im Kanton Altkrich, an der Strasse von Strassburg nach Basel, am Rhein- und Rhonekanal, an der Ill; die Eisenbahn von Strassburg nach Basel hat hier eine Hauptstation. Die Bevölkerung beläuft sich jetzt wohl weit über 20 000 Einwohner. Das Fabrikwesen hat hier einen hohen Grad von Vollkommentheit erreicht und die Stadt zu einer der wichtigsten Frankreichs erhoben. Das neue Quartier ist riech an herrlichen Gebäuden; das grösste ist das der Société industrielle gehörige Haus, in welchem sich reiche Musäen befinden. - Von Mülhausen gescheht zuerst Meldung in dem Stiftungsbrief des Klosters von St. Stephan in Strassburg von Jahre 717, wo Mülhausen unter die Güter dieses Klosters gerechnet wird. Augsutiner-Einsiedler hatter vor der Bildungs des Ordens an der Ill ein Haus und eine Mühle gebaut und, nach einer alten Ueberlieferung, dem Orte Ursprung und Namen gegeben; Im Jahre 1789 wurde die Stadt mit Frankreich vereinigt, nachdem sie bis zu dieser Zeit einen kleinen Freistaat gebildet, der zu der Schweiz gehörte. Sie ist die Vaterstadt des berümten Mathematikers und Astronomen Joh. Heinr. Lambert, dessen Denkmal auf dem kleinen Platze steht, der jetz seinen Namen trägt.

 

Lipsum

Followers